Rechtsanwaltskanzlei

Jahresabschluss und Buchführung

Als Jahresabschluss wird der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres bezeichnet. Er stellt den wirtschaftlichen Erfolg und die finanzielle Lage eines Unternehmens dar und ist der Abschluss der Buchhaltung.

Der Jahresabschluss stellt Dokumente zur Rechnungslegung zusammen, die geprüft, bestätigt und veröffentlicht werden. Bei Unternehmen, die zur doppelten Buchführung

verpflichtet sind, gehören die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie eventuell ein Anhang und ein Lagebericht als Hauptbestandteile zum Jahresabschluss.

Kleine Unternehmen, die nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet sind,

müssen als Jahresabschluss nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen. Dieser ist die Grundlage für zukünftige Planungen und Entscheidungen im Unternehmen, Außenstehende können über den Jahresabschluss Einsicht in die finanzielle Lage des Unternehmens nehmen. Der Jahresabschluss ist auch die Grundlage der Besteuerung des Unternehmens.

Für den Jahresabschluss gelten bestimmte Regelungen. In ihm müssen alle

Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge ausgewiesen werden. Er muss den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung und den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Bilanzierung entsprechen, er muss übersichtlich sein. Zwischen Aktiva und Passiva dürfen keine Saldierungen vorgenommen werden. Dieser muss vom persönlich haftenden Gesellschafter unterzeichnet und zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

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Der Ablauf des Jahresabschlusses ist bei allen Unternehmen, die buchführungspflichtig sind, ähnlich. Die Erstellung des Abschlusses beginnt mit der Aufstellung, zu der die Bilanzierung sowie die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) gehören. 

Einzelkaufleute können sich unter bestimmten Umständen von der Erstellung eines Jahresabschlusses befreien lassen. Wenn mit Hinblick auf die Abschlussstichtage ersichtlich wird, dass in zwei Geschäftsjahren hintereinander maximal 600.000 Euro an Umsatzerlösen und je maximal ein Jahresüberschuss von 60.000 Euro festgestellt werden konnte, muss kein Jahresabschluss erstellt werden.

Als Faustregel gilt, dass die Frist, die im Zusammenhang mit der Erstellung eines Jahresabschlusses eingehalten werden muss, der Frist der Abgabe der Steuererklärung entspricht. Als Stichtag für die Angaben zum abgelaufenen Jahr gilt hier jeweils der 31. Juli des jeweils aktuellen Jahres.

Hierbei ist es jedoch auch möglich, eine Fristverlängerung zu beantragen und sich so ein wenig mehr Zeit einzuräumen. Diese gilt übrigens auch dann, wenn die entsprechenden Erklärungen durch einen Steuerberater bzw. einen Rechtsanwalt erstellt werden.

Die Pflicht zur Buchführung, also zur doppelten Buchführung, gilt für alle Gewerbetreibenden, die eine bestimmte Einkommensgrenze überschreiten.

Darüber hinaus sind alle Gesellschaften mit folgenden Rechtsformen buchführungspflichtig:

  • Kommanditgesellschaften (KG)
  • Offene Handelsgesellschaften (OHG)
  • Aktiengesellschaften (AG)
  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG)

Auch Gewerbetreibende, die im Handelsregister eingetragen (so z. B. ebenfalls ein eingetragener Kaufmann) sind und die im HGB definierten Einkommensgrenzen überschreiten, sind buchführungspflichtig. Welche Grenzwerte hier gelten, lesen Sie im Folgenden.

Befreiung von der Buchführungspflicht: Die Einkommensgrenzen

Einzelunternehmer, die in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren die folgenden Schwellenwerte im Hinblick auf ihren erwirtschafteten Umsatz und Gewinn unterschreiten, sind nicht buchführungspflichtig (§ 241a HGB):

  • Umsatzerlöse: 600.000 Euro
  • Jahresüberschuss: 60.000 Euro

 

Freiberufler sind zwar nicht zu einer doppelten Buchführung verpflichtet, dennoch sollten sie Betriebseinnahmen und -ausgaben transparent auflisten. Die Belege werden in der Buchhaltung gesammelt und zum Beispiel in einer übersichtlichen Excel-Liste nach Erlös- und Kostenarten sortiert. Einnahmen und Ausgaben werden in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zusammengestellt.

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