Rechtsanwaltskanzlei

Lohnabrechnung

In einer Lohnabrechnung bzw. einer Gehaltsabrechnung wird dokumentiert, aus welchen Bestandteilen sich der Lohn bzw. das Gehalt von Mitarbeitern in einem bestimmten Zeitraum zusammensetzt. Über die Lohnabrechnung können Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber zudem die erfolgte Zahlung des Lohns und Gehalts nachvollziehen.

Arbeitgeber können Arbeitnehmer auf zwei Weisen entlohnen: über Lohn oder

Gehalt. Beim Lohn wird der Arbeitnehmer nach seinen erbrachten Arbeitsstunden bezahlt – der Endbetrag kann dementsprechend monatlich variieren.

Das Gehalt wiederum ist eine feste Summe, die monatlich gezahlt wird. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Arbeitnehmer tatsächlich gearbeitet hat.

Als Arbeitgeber sind Sie laut § 108 GewO dazu verpflichtet, jedem Mitarbeiter eine Entgeltabrechnung bereitzustellen. “Dem Arbeitnehmer ist bei Zahlung des Arbeitsentgelts eine Abrechnung in Textform zu erteilen”, heißt es im Gesetz.

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Die Inhalte einer Lohnabrechnung sind vom Gesetzgeber in § 108 Abs. 3 Satz 1 GewO genau festgelegt. Dazu zählen vor allem allgemeine Angaben wie Name, Anschrift und Geburtsdatum des Dienstnehmers, Sozialversicherungsnummer, Steuer-ID und Steuerklasse sowie Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses, Abrechnungszeitraum und Entgeltbestandteile. Zu den letztgenannten Daten gehören vor allem:

  • Bruttolohn
  • Sachbezüge
  • Steuerfreibeträge
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Beitragssatz zur Altersvorsorge
  • Kirchensteuerabzug
  • Sozialversicherungsbeiträge
  • Zusatzbeiträge zur Krankenkasse (KV)
  • Persönliche Abzüge
  • Kinderfreibetrag
  • Aufwandsentschädigungen
  • Überstunden (mit Stundenlohn)
  • Auszahlungsbetrag in Euro
  • Beispiel für den Aufbau einer Lohnabrechnung
  • Laufende Bezüge (Bruttolohn) 
    • + Geldwerte Sachbezüge 
    • + Vermögenswirksame Leistungen des Dienstgebers
    • + Betriebliche Altersvorsorge (Leistungen des AG)
    • = Gesamtbruttolohn
    • + Betriebliche Altersvorsorge (sozialversicherungsfreie Beiträge)
    • = Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt
  • Steuerfreibeträge
  • Betriebliche Altersvorsorge (steuerfreier Betrag)
    • = Steuerpflichtiges Arbeitsentgelt
  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag von der Lohnsteuer
  • Kirchensteuer von der Lohnsteuer (ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Beitragszuschlag Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • = Nettolohn
  • Sachbezüge
  • Persönliche Abzüge (z. B. Pfändungen, Darlehen)
  • Vermögenswirksame Leistungen
    • + Sozialversicherungs- und steuerfreie Aufwandsentschädigungen
    • = Auszahlungsbetrag bzw. Nettoarbeitsentget

 

Eine Ausnahme bildet lediglich die Lohnabrechnung bei Minijobs. Übt ein Arbeitnehmer einen Minijob aus, handelt es sich dabei um einen geringfügig Beschäftigten, der gemäß 8 Abs. 1 SGB IV regelmäßig nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdient. Dementsprechend hat der Gesetzgeber in diesem Bereich gesonderte Berechnungen für die Lohn- und Gehaltsabrechnung eingeführt.

Im Gegensatz zu Ihren vollbeschäftigten Arbeitnehmern oder Angestellten, die einen Midijob ausüben, verwenden Sie bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen bestimmte Pauschalen, um die Sozialabgaben und die Lohnsteuer abzugelten. Das liegt daran, dass Sie dem Arbeitnehmer bei einem Minijob in der Regel das Bruttogehalt ohne Abzüge ausbezahlen. Es gelten folgende pauschale Abzüge, die von Ihnen als Arbeitgeber abgeführt werden müssen:

  • 2 % Lohnsteuer (beinhaltet bereits die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag)
  • 13 % Krankenversicherung
  • 15 % Rentenversicherung

 

Den Anteil zur Aufstockung zum vollen Rentenanspruch (aktuell liegt der Rentenversicherungssatz bei 18,6 %) muss der Arbeitnehmer selbst tragen. Optional hat er die Möglichkeit, auf die Rentenversicherungspflicht zu verzichten. Beachten Sie außerdem, dass Sie Minijobber bei der Knappschaft-Bahn-See anmelden müssen.

Wir erstellen für Sie die Abrechnungen, übernehmen die Kommunikation mit den Sozialversicherungsträgern und dem Finanzamt und sorgen für die reibungslose und gesetzeskonforme Abrechnung Ihrer Arbeiter und Angestellten.

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